Cyberkriminelle suchen ständig nach neuen Schwachstellen, die sie ausnutzen können. Aufgrund der dezentralen Struktur der Blockchain und immer stärkerer Sicherheitsmaßnahmen richtet sich ihr Fokus zunehmend auf Nutzerdaten – ein zentraler Einstiegspunkt für weiterführende Cyberangriffe. Dafür nutzen sie vor allem gängige Täuschungsmethoden wie Spoofing und Phishing.
Was sind Spoofing und Phishing?
Spoofing und Phishing bezeichnen Methoden, bei denen schädliche Inhalte als scheinbar legitime Kommunikation aus offiziellen Quellen getarnt werden. Diese Techniken funktionieren auf zwei Arten:
- Nutzer werden dazu verleitet, wichtige Informationen und Zugangsdaten preiszugeben, wodurch böswillige Akteure Zugriff auf ihre digitalen Vermögenswerte erhalten.
- Betrüger geben sich in aufwendigen Maschen als offizielle Stellen aus, sodass Nutzer ihre digitalen Vermögenswerte freiwillig weitergeben.
Beide Methoden basieren auf psychologischer Manipulation und dem Ausnutzen von Systemschwachstellen. Für Angreifer ist es deutlich einfacher, an persönliche Daten zu gelangen, als ein gut gesichertes System direkt anzugreifen. Deshalb ist es entscheidend, zu verstehen und zu erkennen, wie Spoofing und Phishing bei verschiedenen Kryptowährungsbetrügereien eingesetzt werden, um deine Informationen und Vermögenswerte zu schützen.
Arten von Kryptowährungsbetrug
Szenario 1: Gefälschte Bybit-EU-Website oder Betrugs-App mit falschem Bybit-EU-Support


Betrüger locken Nutzer manchmal auf gefälschte Krypto-Handelsplattformen oder digitale Wallets. Diese Fake-Websites dienen entweder als Phishing-Seiten, um private Informationen zu stehlen, oder bieten scheinbar legitime Dienstleistungen an, die wie echte Investitionsmöglichkeiten wirken.
Szenario 2: Vortäuschen offizieller Bybit-EU-Mitarbeiter zur Kontaktaufnahme
- Personen, die keine offiziellen Mitarbeitenden von Bybit EU sind, geben sich als Kundensupport aus und kontaktieren Nutzer über soziale Medien wie Telegram, WhatsApp, X (ehemals Twitter) und andere Plattformen.
- Gib niemals persönliche Daten wie Passwörter, Bankverbindungen oder Wallet-Informationen an nicht verifizierte Quellen weiter.

Szenario 3: Gefälschte Bybit-EU-SMS-Betrugswarnung
Wir haben Phishing-Betrugsfälle festgestellt, bei denen Betrüger gefälschte SMS an zufällige Nutzer versenden. Diese Nachrichten behaupten häufig, dass du eine angegebene Telefonnummer anrufen sollst, falls du den Verifizierungscode nicht selbst angefordert hast.
Um seriös zu wirken, verwenden diese Betrugsmaschen teilweise gefälschte Absender-IDs, um den ursprünglichen Absender im SMS-Header zu verschleiern. Dadurch können solche Nachrichten sogar im selben Konversationsverlauf wie frühere offizielle SMS von Bybit EU erscheinen.

Bitte beachte:
Bybit EU fordert dich niemals dazu auf, eine Telefonnummer zu kontaktieren. Wir bieten keinen Kundensupport per Hotline an und versenden keine SMS mit Links (URLs), Aufforderungen zur Kontaktaufnahme mit dem Kundendienst oder Anweisungen, jemanden anzurufen.
Bleibe wachsam und vertraue keinen verdächtigen Anrufen oder Textnachrichten, die vorgeben, von Bybit EU zu stammen. Überprüfe Informationen immer über die offiziellen Kanäle von Bybit EU.

Lösung
Wenn du eine SMS-Betrugsnachricht erhältst, empfehlen wir dir dringend, die verdächtige oder unbekannte Nummer zu blockieren, um weitere Betrugsnachrichten zu vermeiden.
Für Android-Benutzer:
Schritt 1: Öffne die Telefon-App.
Schritt 2: Tippe auf das Drei-Punkte-Menü in der oben rechts und wähle Einstellungen.
Schritt 3: Wähle Nummer blockieren oder Blockieren und als Spam melden.
Für iPhone-Nutzer (iOS):
Schritt 1: Öffne die Textnachricht der Nummer, die du blockieren möchtest.
Schritt 2: Tippe auf die Absendernummer und anschließend auf das Info-Symbol (i).
Schritt 3: Wähle Diesen Anrufer sperren → Kontakt blockieren.
Weitere Informationen zum Schutz vor Phishing-SMS findest du in den Tipps zur Prävention.
Szenario 4: Gefälschter Airdrop oder falsche Belohnungen
- Eine gängige Masche besteht darin, Nutzer dazu zu bringen, einen bestimmten Betrag an eine unbekannte Einzahlungsadresse zu senden, um angeblich einen Airdrop oder eine Belohnung zu erhalten.
- Sei besonders vorsichtig bei Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein, und überprüfe verdächtige Nachrichten oder Aktionen immer über den offiziellen Support von Bybit EU.

Szenario 5: Vortäuschen eines offiziellen Bybit-EU-Social-Media-Kontos
- Achte immer auf Verifizierungsabzeichen, prüfe Profildetails und vergleiche sie mit der offiziellen Website.
- Bybit EU nutzt keine WhatsApp-Kanäle zur Kommunikation. Jede WhatsApp-Gruppe oder Nachricht, die vorgibt, von Bybit EU zu stammen, ist betrügerisch. Die offiziellen Communities und Social-Media-Konten von Bybit findest du hier: https://www.bybit.eu/de-EU/promo/global/communities/.
Szenario 6: Aufforderung zur Überweisung an eine gefälschte Bybit-EU-Wallet-Adresse
- Bei dieser Betrugsmasche behaupten Täter, Bybit EU arbeite derzeit mit Entwicklern bestimmter Token-Projekte zusammen, um die Blockchain-Leistung zu testen.
- Anschließend geben sie detaillierte Anweisungen, wie du Geld auf dein Bybit-EU-Konto einzahlen kannst, um Vertrauen aufzubauen.
- Danach nennen sie eine Auszahlungsadresse mit dem Namen Bybit EU, die fälschlicherweise als offizielle Wallet-Adresse dargestellt wird. Du wirst aufgefordert, Geld an diese Adresse zu senden, angeblich zur Unterstützung von Tests, mit dem Versprechen einer Belohnung von X % des überwiesenen Betrags.
- Anfangs zahlen die Betrüger kleine Belohnungen aus, um Vertrauen zu gewinnen. Sobald es jedoch um größere Beträge geht, verschwinden sie mit den Vermögenswerten, und ein Zugriff auf die Gelder ist nicht mehr möglich.
Wichtig:
Wie bereits mehrfach betont, wird Bybit EU dich niemals dazu auffordern, Gelder an unbekannte Wallet-Adressen zu überweisen. Sei stets vorsichtig bei Angeboten, die zu gut erscheinen, um wahr zu sein, und überprüfe alles sorgfältig, bevor du Geld versendest.

Wachsamkeit und Vorsicht im Umgang mit E-Mails und Online-Kommunikation sind entscheidend, um dich vor Spoofing- und Phishing-Betrug zu schützen. Wenn du gängige Betrugstaktiken kennst und Informationen sorgfältig überprüfst, kannst du deine Vermögenswerte und persönlichen Daten im Krypto-Bereich deutlich besser absichern.
Weitere Informationen zur Verbesserung der Sicherheit deines Kontos findest du hier.


